15.05.2008
Sozialer Dialog und Theater
Gundi Ellerts Theaterstück „Jagdzeit“ gastiert in der Motorenhalle
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„Nichts Fremdes also, unsere eigene Feder ist´s an der wir sterben“. Jagdzeit ist eine Geschichte von Tätern, die gleichzeitig auch Opfer ihrer Gesellschaft sind. Gundi Ellerts Stück „Jagdzeit“, das am 5. März im Projekttheater Premiere feierte, wird nun als Bestandteil des Projekts „Du Dialogue Social“ in der Motorenhalle aufgeführt.
Die Figuren des Theaterstücks sind in einem Grenzort angesiedelt. Es handelt sich um eine Gruppe von Bürgern, die Jagd auf Ausländer machen, von denen sie glauben, bestohlen zu werden und einer Gruppe jugendlicher Töchter und Söhne, die ihre Eltern bestehlen, und alle quälen, die sich ihnen in den Weg stellen. Sie nehmen ein fremdes Mädchen gefangen und leben ihre eigenen Gewaltfantasien an ihr aus. Die Situation spitzt sich zu, als sich einer der Jugendlichen in das Mädchen verliebt.
„Jagdzeit“ ist ein bewegliches Stück, im wahrsten Wortsinn. Es mischt sich ein, zeigt auf, hält Spiegel vor, dort, wo die Konflikte am deutlichsten sind. Was passiert, wenn man auf einmal nicht mehr am verschlafenen Ende der Welt lebt? Oder wenn die gut bewachte Grenze, die Europa von den ‚Anderen’ trennte, sich öffnet und dahinter plötzlich auch Europa liegt? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Projekt ‚Jagdzeit’.
Mit der Inszenierung des Stücks wird der direkte Dialog mit den Bürgern der Grenzregion gesucht. Das Stück ging deshalb auf Wanderschaft durch die Sächsische Schweiz. Da der vermeintlich ‚Andere’ keine abstrakte Größe bleiben sollte, wurden Bürger aus den tschechischen Grenzgebieten zu den Veranstaltungen eingeladen, um über gemeinsame und ähnlich Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Es geht um menschliches Miteinander in der Gesellschaft, Vorurteile und Chancengleichheit. Das Stück passt sich somit ideal in das europäische Kunstprojekt „Land of Human Rights“ und den deutschen Beitrag „Du Dialogue Social“ ein, der vom 25. April bis zum 5. Juli 2008 in der Motorenhalle stattfindet.
Termine: 17.5. und 18.5.08, jeweils 19 Uhr
Ort: Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Eintritt: 8, ermäßigt 6 Euro
Es spielen:
Hans-Joachim Neubert, Bernd Fröbel, Reinhard Löwe, Ulrich Kelm, Bertram Ringwald, Lars Steitz, Thomas Emmrich, Basti Hennig, Florian Henz, Andreas Lehmann, Nora Eichfeld, Anna Ulbricht, Marie Athenstaedt und Nora Zeising
Produktionsleitung und Regie: Frank Hohl
Bühnenbild: Josephine Rathgeber
Kostüm: Lea Klein
Grafische Gestaltung: Bergit Faßl
Dramaturgische Beratung: Katrin Jung
Gefördert und unterstützt wird dieses Projekt von:
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Domino, Aktion Mensch/ Die Gesellschafter, Kulturbüro Sachsen, Kindervereinigung Dresden e.V., Landesjugendpfarramt Sachsen, Projekttheater Dresden, Bürger Courage, Frank Beitlich, www.dritte-etage-film.de.
Die Figuren des Theaterstücks sind in einem Grenzort angesiedelt. Es handelt sich um eine Gruppe von Bürgern, die Jagd auf Ausländer machen, von denen sie glauben, bestohlen zu werden und einer Gruppe jugendlicher Töchter und Söhne, die ihre Eltern bestehlen, und alle quälen, die sich ihnen in den Weg stellen. Sie nehmen ein fremdes Mädchen gefangen und leben ihre eigenen Gewaltfantasien an ihr aus. Die Situation spitzt sich zu, als sich einer der Jugendlichen in das Mädchen verliebt.
„Jagdzeit“ ist ein bewegliches Stück, im wahrsten Wortsinn. Es mischt sich ein, zeigt auf, hält Spiegel vor, dort, wo die Konflikte am deutlichsten sind. Was passiert, wenn man auf einmal nicht mehr am verschlafenen Ende der Welt lebt? Oder wenn die gut bewachte Grenze, die Europa von den ‚Anderen’ trennte, sich öffnet und dahinter plötzlich auch Europa liegt? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Projekt ‚Jagdzeit’.
Mit der Inszenierung des Stücks wird der direkte Dialog mit den Bürgern der Grenzregion gesucht. Das Stück ging deshalb auf Wanderschaft durch die Sächsische Schweiz. Da der vermeintlich ‚Andere’ keine abstrakte Größe bleiben sollte, wurden Bürger aus den tschechischen Grenzgebieten zu den Veranstaltungen eingeladen, um über gemeinsame und ähnlich Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Es geht um menschliches Miteinander in der Gesellschaft, Vorurteile und Chancengleichheit. Das Stück passt sich somit ideal in das europäische Kunstprojekt „Land of Human Rights“ und den deutschen Beitrag „Du Dialogue Social“ ein, der vom 25. April bis zum 5. Juli 2008 in der Motorenhalle stattfindet.
Termine: 17.5. und 18.5.08, jeweils 19 Uhr
Ort: Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Eintritt: 8, ermäßigt 6 Euro
Es spielen:
Hans-Joachim Neubert, Bernd Fröbel, Reinhard Löwe, Ulrich Kelm, Bertram Ringwald, Lars Steitz, Thomas Emmrich, Basti Hennig, Florian Henz, Andreas Lehmann, Nora Eichfeld, Anna Ulbricht, Marie Athenstaedt und Nora Zeising
Produktionsleitung und Regie: Frank Hohl
Bühnenbild: Josephine Rathgeber
Kostüm: Lea Klein
Grafische Gestaltung: Bergit Faßl
Dramaturgische Beratung: Katrin Jung
Gefördert und unterstützt wird dieses Projekt von:
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Domino, Aktion Mensch/ Die Gesellschafter, Kulturbüro Sachsen, Kindervereinigung Dresden e.V., Landesjugendpfarramt Sachsen, Projekttheater Dresden, Bürger Courage, Frank Beitlich, www.dritte-etage-film.de.
