05.08.2008

Benin trifft Leipzig

LKJ holt afrikanische Jugendliche nach Leipzig

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Projektleiterin Marit Vissiennon ist glücklich, dass die Rückbegegnung der Deutsch-Beninischen Jugend-Kulturwerkstatt möglich geworden ist. „Gerade waren unsere Teilnehmer bei den Gastfamilien und alle fühlten sich sehr sehr wohl. Das Klischee, die Deutschen wären nicht gastfreundlich, wäre damit ein für alle Mal über Bord geworfen.“
2007 war eine Gruppe Leipziger Jugendlicher erstmals in den afrikanischen Staat Benin gereist. Während der Begegnung ging es vorrangig um das gegenseitige Kennenlernen durch die Arbeit in künstlerischen Workshops, die Aufarbeitung von Fremdheitserfahrungen und die gesetzten Schwerpunkte Tanz, Musik und Fotografie. In diesem Jahr gelang es der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen (LKJ) die Beniner zwischen dem 23.7. und 5.8. für zwei Wochen nach Sachsen zu holen.
Die Abschlusspräsentation am 3.8. im Grassi-Museum wurde zur Bestandsaufnahme einer fruchtbaren Begegnung. Gezeigt wurde die Tanzperformance, die im letzten Jahr im Palais de Congrès in Cotonou aufgeführt wurde und ein neuer afrikanischer Tanz, der auf gleiche Weise das Aufeinanderzugehen der beiden Kontinente symbolisierte. Zahlreiche Fotos zeigten Einblicke in das Projekt. Zu hören waren außerdem Ausschnitte aus der während des Treffens entstandenen dreisprachigen Radiosendung, sie wird am 14.8. um 20 Uhr bei Radio Blau ausgestrahlt. Marx Oke, ein beninischer Künstler und Choreograf, präsentierte einen Titel von seinem neuen Album, bevor mit einem Folkloreworkshop mit einer Tanzpädagogin der Leipziger Musikschule letztendlich die Brücke vom traditionellen beninischen zum traditionellen deutschen Tanz geschlagen wurde.

Die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V. ist seit 13 Jahren Anbieter von internationalen Jugendbegegnungen. Mit diesem Treffen wurde erstmals der europäische Kontext verlassen. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms ‚Internationale Jugendarbeit’ des Kinder- und Jugendplans des Bundes sowie durch das Sächsische Sozialministerium/ Landesjugendamt und wurde von zahlreichen Partnern unterstützt. Marit Vissiennon ist besonders für die umfangreiche private Beteiligung und Unterstützung durch die Teilnehmer und deren Familien dankbar.