09.11.2010
Ein Fest der Kontraste
Mit Michael Wollny und dem Swingband Ball geben die Jazztage Dresden gleich zu Beginn den Spannungsbogen vor
Bilder & Downloads
Abwechslungsreicher hätten die 10. Jazztage Dresden gar nicht beginnen können. Um Punkt 18 Uhr eröffnete im Societaetstheater Michael Wollny sein Set. Schüchtern kam er auf die Bühne, ein kurzer Gruß zum Publikum, wesentlich länger fiel die Meditation vor seinem Instrument aus. Was folgte, konnte als 70minütiger Ausdruck der totalen Verausgabung durchgehen.Ob es nun dem Scheinwerfer oder seinem exzessiven Spiel geschuldet war: Wollny schwitzte sich förmlich die Seele aus dem Leib, schenkte sich und seinem Piano nichts. Das Publikum im gut besuchten Sociaetaetstheater dankte es ihm mit einem lang anhaltenden Applaus. Eine kurze Zugabe des JAZZ ECHO-Preisträgers noch, dann war Schluss. Verdenken konnte es ihm nach diesem Auftritt vermutlich niemand.
Wer über ein Auto verfügte, konnte sich glücklich schätzen, hatte er doch noch genug Zeit, pünktlich zum Beginn des Swingband Balls im Four Points by Sheraton Königshof zu sein. Zwei Etagen und vier Locations boten alles, was das Swingherz begehren konnte.Im Foyer unterhielten das Engibaryan Sextet und Seidel, Krom, Bätzel die ankommenden Ballgäste. Im großen Saal des Erdgeschosses gaben sich die Klangfarben Big Band und die Swinging Fireballs die Klinke in die Hand. Zwischendurch gewährten die Dresden Hepcats Tanzwilligen einen kleinen Swingkurs. Für das richtige Aussehen sorgten gleich nebenan Brockmannundknoedler in ihrer StylingLounge. Die neue Frisur konnte dann in der ersten Etage gleich vorgeführt werden.
Nach der kurzen Begrüßung durch den Intendanten der Jazztage, Kilian Forster, stimmte das Newtown Swing Orchestra die Besucher auf den Hauptact des Abends, Dennis Rowland, ein. Bevor jedoch der Altmeister des Swing seinen Charm spielen lies, bezirzten noch die vier jungen Damen von Sound Office das Publikum, unterstützt vom East West European Jazz Orchestra. Gegen 22 Uhr war es dann endlich soweit. Eine kurze Ankündigung und schon stand Rowland auf der Bühne. Anfangs zierte sich das Dresdner Publikum zwar noch etwas, aber einer Aufforderung Rowlands zum Tanz konnte man sich nicht lang verweigern. Im Gegensatz zu Wollny, dessen Auftritt sich ganz auf Musiker und Instrument konzentrierte, spielte Rowland mit dem Publikum und bot ihm genau das, was es erwartete: einen mehrstündigen Streifzug durch die große Ära des Swing. Es wurde 3 Uhr und der amerikanische Superstar war kaum von der Bühne zu bekommen.
Wem das alles zu viel wurde, konnte sich eines der Kissen in der Swing Lounge sichern und entspannt dem Joscho Stephan Trio zuhören.
Unterdessen heizte die siebenköpfige Band „Cuba Nova“ mit der charismatischen Frontfrau Olvido Ruiz Castellanos dem Publikum im Live-Club Tante Ju mit groovenden Latino Rhythmen kräftig ein. Die drei Ausnahmerhythmiker Tim Hahn, Alexis Herrera Estevez und Elio Rodriguez Luis, unterstützt von Saxophonist Regis Molina, Juan Camilo Villa am Bass und Bruno Böhmer Camacho am Klavier, brachten Kuba nach den Dresden und den Sommer in den grauen November.
Der tägliche Jazztreff im QF platzte heute, am zweiten Tag, nach zögerlichem Beginn, aus allen Nähten. Die Interpreten der Kurzkonzerte werden immer erst ganz kurzfristig bekanntgegeben. Der Eintritt ist frei!
Die Jazztage Dresden gehen heute weiter mit Cristin Claas Trio um 18 Uhr im Sociaetaetstheater und Studio Dan im Heinrich-Schütz-Konservatorium, 20 Uhr.
Das Programm der Jazztage können Sie unter www.jazztage-dresden.de/de/programm finden.
Wer über ein Auto verfügte, konnte sich glücklich schätzen, hatte er doch noch genug Zeit, pünktlich zum Beginn des Swingband Balls im Four Points by Sheraton Königshof zu sein. Zwei Etagen und vier Locations boten alles, was das Swingherz begehren konnte.Im Foyer unterhielten das Engibaryan Sextet und Seidel, Krom, Bätzel die ankommenden Ballgäste. Im großen Saal des Erdgeschosses gaben sich die Klangfarben Big Band und die Swinging Fireballs die Klinke in die Hand. Zwischendurch gewährten die Dresden Hepcats Tanzwilligen einen kleinen Swingkurs. Für das richtige Aussehen sorgten gleich nebenan Brockmannundknoedler in ihrer StylingLounge. Die neue Frisur konnte dann in der ersten Etage gleich vorgeführt werden.
Nach der kurzen Begrüßung durch den Intendanten der Jazztage, Kilian Forster, stimmte das Newtown Swing Orchestra die Besucher auf den Hauptact des Abends, Dennis Rowland, ein. Bevor jedoch der Altmeister des Swing seinen Charm spielen lies, bezirzten noch die vier jungen Damen von Sound Office das Publikum, unterstützt vom East West European Jazz Orchestra. Gegen 22 Uhr war es dann endlich soweit. Eine kurze Ankündigung und schon stand Rowland auf der Bühne. Anfangs zierte sich das Dresdner Publikum zwar noch etwas, aber einer Aufforderung Rowlands zum Tanz konnte man sich nicht lang verweigern. Im Gegensatz zu Wollny, dessen Auftritt sich ganz auf Musiker und Instrument konzentrierte, spielte Rowland mit dem Publikum und bot ihm genau das, was es erwartete: einen mehrstündigen Streifzug durch die große Ära des Swing. Es wurde 3 Uhr und der amerikanische Superstar war kaum von der Bühne zu bekommen.
Wem das alles zu viel wurde, konnte sich eines der Kissen in der Swing Lounge sichern und entspannt dem Joscho Stephan Trio zuhören.
Unterdessen heizte die siebenköpfige Band „Cuba Nova“ mit der charismatischen Frontfrau Olvido Ruiz Castellanos dem Publikum im Live-Club Tante Ju mit groovenden Latino Rhythmen kräftig ein. Die drei Ausnahmerhythmiker Tim Hahn, Alexis Herrera Estevez und Elio Rodriguez Luis, unterstützt von Saxophonist Regis Molina, Juan Camilo Villa am Bass und Bruno Böhmer Camacho am Klavier, brachten Kuba nach den Dresden und den Sommer in den grauen November.
Der tägliche Jazztreff im QF platzte heute, am zweiten Tag, nach zögerlichem Beginn, aus allen Nähten. Die Interpreten der Kurzkonzerte werden immer erst ganz kurzfristig bekanntgegeben. Der Eintritt ist frei!
Die Jazztage Dresden gehen heute weiter mit Cristin Claas Trio um 18 Uhr im Sociaetaetstheater und Studio Dan im Heinrich-Schütz-Konservatorium, 20 Uhr.
Das Programm der Jazztage können Sie unter www.jazztage-dresden.de/de/programm finden.



